Dienstag, 13. Oktober 2020

Informationen für Interessierte am Freiwilligen Internationalen Jahr

Pia Juchem hat als Freiwillige in einem chilenischen Kinderheim gearbeitet. 

Digitales Angebot am 28. Oktober - Sieben Gründe für ein Freiwilliges Internationales Jahr

Speyer. Bereits seit vielen Jahren bietet das Referat Freiwilligendienste im Bistum Speyer im Herbst Infotage für Interessierte an einem Auslandsfreiwilligendienst an. Junge Erwachsene zwischen 18 und 28 Jahren vermittelt der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Diözesanverband Speyer, in entwicklungspolitische Projekte nach Chile, Peru und Bosnien & Herzegowina. Die Infotage dienen dazu, die Projekte vorzustellen, im direkten Austausch von den Erfahrungen Anderer zu profitieren und konkrete Fragen zum Auslands-Freiwilligendienst zu klären.

In diesem Jahr gibt es einen Infonachmittag in digitaler Form:

Am 28.10.2020, 17:00 Uhr - die Zugangsdaten werden nach Anmeldung versandt.

Interessierte werden gebeten, sich ab sofort bei Tobias Rieth, Referent für Freiwilligendienste, anzumelden: tobias.rieth@bistum-speyer.de | 06232-102363.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Speyer ist Dachverband sieben katholischer Kinder- und Jugendverbände. Er vertritt die Interessen von 8500 Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Weitere Informationen:
www.fsd-im-ausland.de


Sieben Gründe für ein Freiwilliges Internationales Jahr
 

Pia Juchem machte 2019/2020 über den BDKJ Speyer einen weltwärts Freiwilligendienst. Knapp 10 Monate hat sie im Süden Chiles, in Valdivia, gearbeitet, gewohnt und gelebt. Ihre Einsatzstelle war das Kinderheim ,,Las Parras’’ mit elf Kindern, die auf Grund verschiedenster Ursachen nicht mehr bei ihrer Familie wohnen können. Die Zeit in Chile prägte und veränderte sie stark, weshalb sie einen kleinen Einblick gibt, warum sich ein Freiwilliges Internationales Jahr lohnt:

1. Eine neue Kultur kennenlernen
Mein Freiwilligendienst führte mich einmal ans andere Ende der Welt, in ein neues Land, eine neue Kultur. Ich durfte eintauchen in die chilenische Kultur und am Leben teilhaben, viel viel intensiver, als man es als Reisender kann. Ich lernte chilenisch kochen, den Nationaltanz, chilenische Ausdrucksweisen und vieles mehr.
 
2. Über sich hinauswachsen

So ein Freiwilligendienst ist geprägt von Sprüngen ins kalte Wasser und Herausforderungen. Ich konnte zum Beispiel kein Spanisch, als ich nach Chile kam. Das brachte mich das ein oder andere Mal in eine herausfordernde Situation. Doch wenn man seine Erfolge sieht, fängt man an auf sich stolz zu sein und sieht, dass man über sich hinaus wächst.

3. Den Horizont erweitern
In dem ich aus meiner bequemen Bubble ausgestiegen bin und mich ins Abenteuer Freiwilligendienst gestürzt habe, durfte ich viele neuen Eindrücke und Erlebnisse sammeln. Dadurch habe ich neue Perspektiven dazu gewonnen, bin noch offener und unvoreingenommen geworden und konnte meinen Horizont erweitern.

4. Herausfinden, was einem wichtig ist
So fern ab von Deutschland, dem alten Alltag, seiner Familie und den Freunden, fängt man auf einmal an, anders auf die Alltagsprobleme in Deutschland zu schauen. Man überdenkt Altes und entscheidet, was einem wichtig ist. Ich habe zum Beispiel meinen eigenen Konsum stark überdacht, gemerkt was ich studieren möchte und wie wichtig es ist sich für Dinge einzusetzen.
 
5. Reflektierter, erwachsener, verantwortungsvoller werden
In dieser Zeit, die man auf der anderen Seite der Welt verbringt, wird man reifer und erwachsener. Ich konnte selbst zusehen, wie ich reflektierter in meinem Verhalten gegenüber anderen wurde, aber auch reflektierter im Verhalten anderer mir gegenüber. Man kommt nach so einem Frewilligendienst viel selbstständiger, erwachsener und reflektierter zurück, als man angekommen ist.

6. Neue Freundschaften, prägende Menschen kennen lernen
Während meiner Zeit in Chile, aber auch auf den begleitenden Seminaren mit anderen Freiwilligen, habe ich viele neue Menschen kennengelernt. Viele von ihnen sind zu guten Freunden geworden. Ich durfte Menschen kennenlernen, an die ich mich wohl mein ganzes Leben lang erinnern werde, die mich nachhaltig beeindruckt haben und von denen ich viel lernen konnte.

7. Einen neue Sprache lernen
Ganz nebenbei lernt man noch eine neue Sprache, in meinem Fall Spanisch. ich kam in Chile an und konnte mich gerade so namentlich vorstellen: "Hola, mi nombre es Pia". Doch mit den Wochen wurde mein Spanisch immer besseru nd ich lernte mehr Wörter, begann die Grammatik zu verstehen. Jetzt, nach 10 Monaten Chile spreche ich mehr oder weniger fließend Spanisch, oder vielleicht doch eher Chilenisch :-)

Text/Foto: BDKJ