Montag, 24. Oktober 2022

Winterhilfen

 

Von der Energiepreiskrise und Armut besonders betroffene Menschen in der Pfalz und dem Saarland können auf Unterstützung durch Kirche und Caritas im Bistum Speyer hoffen. Das Bistum Speyer stellt für Winter-Hilfsaktionen ihrer katholischen Pfarrgemeinden und der Caritas einen Sonderetat von zunächst rund eineinhalb Millionen Euro zur Verfügung.

Die Aktion soll nach den Worten von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann Menschen die Angst vor diesem Winter nehmen und ihnen Mut machen: „Viele Armutsbetroffene und Rentner schauen mit großen Sorgen auf die kommenden Monate: Weil sie mit Blick auf stark gestiegene Lebensmittelpreise beim Einkaufen jeden Cent zweimal umdrehen müssen oder nicht wissen, ob ihre Rente für diesen Winter und die Energiekosten reicht. Kirchengemeinden können mit der Caritas Zeichen der Hoffnung setzten – etwa mit der Einladung zu warmen Mahlzeiten, zu Treffen in beheizten Gemeindezentren oder durch Lebensmittel-Spenden - wie zum Beispiel Fünf-Kilo-Beutel mit Äpfeln oder Kartoffeln.“

Der Sonderetat wird Kirchengemeinden zur Verfügung gestellt, die solche Winter-Hilfsaktionen starten. Zudem erhalten die acht Caritas-Zentren (Germersheim, Landau, Speyer, Neustadt an der Weinstraße, Ludwigshafen, Kaiserslautern, Pirmasens, Homburg) im Bistum Finanzmittel. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wohlfahrtsverbandes sollen so auch die Möglichkeit bekommen, Menschen in ganz besonderen Notlagen (nicht nur mit Blick auf Heiz- und Energiekosten) in diesem Winter auch finanziell zu helfen.

Das Bistum Speyer will bei der Aktion auch mit der Evangelischen Landeskirche in der Pfalz sowie der Diakonie kooperieren: Evangelische Kirche und Diakonie planen eine ähnliche Aktion (#wärmewinter). Bistum und Landeskirche haben (auch im „Handlungsfeld Caritas/Diakonie“) vereinbart, sich stärker zu vernetzen – über Konfessionsgrenzen hinweg.

Um diese Winter-Hilfsaktion zu finanzieren, nutzt das Bistum Speyer zunächst die Summe (schätzungsweise etwa 1,5 Millionen Euro), die voraussichtlich durch Mehreinnahmen aus der vom Staat gewährten Energiepreispauschale in die Kirchenkasse kommt. Die Aktion soll bis ins Frühjahr 2023 laufen – bei Bedarf will das Bistum den Sonderetat weiter aufstocken.

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